Monat: Juni 2010 (Seite 1 von 2)

Offener Brief: Streichung der Burschenschaften und studentischen Verbindungen aus der Webliste der Wohnheime der Universität zu Köln

Anbei einen offenen Brief, den wir heute an das Rektorat verschickt haben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf der Internetpräsenz der Universität werden Studienanfänger_innen bei der Suche nach einer Wohngelegenheit unter dem Stichwort „private Wohnheime“ unter anderem an Verbindungen und Burschenschaften verwiesen. Wir von der Hochschulgruppe campus:grün Köln lehnen diese teilweise politisch zweifelhaft motivierten und patriarchalisch organisierten studentischen Zusammenschlüsse ab.

Unabhängig davon weisen wir darauf hin, dass es sich bei solchen Gruppen schon historisch bedingt keineswegs um ideologisch wertfreie „Wohnheime“ handelt, wie auf der Internetseite der Universität suggeriert wird. Eine Distanzierung von den externen Webinhalten zur Erhaltung einer gewissen Neutralität hält die Universität bedauerlicherweise nicht für nötig.

Die Entscheidung sich einer Verbindung oder Burschenschaft anzuschließen ist ohne Frage weitreichender als die Wahl eines geeigneten Schlafplatzes. Wir sind der Meinung, dass es nicht Aufgabe der Universität sein kann, hier Einfluss zu nehmen.

Deshalb fordern wir sie dazu auf, Verbindungen und Burschenschaften von der Liste der privaten Wohnheime auf der Internetpräsenz der Universität zu streichen.

Für eine baldige Stellungnahme bedanken wir uns schon jetzt.

Mit freundlichen Grüßen,

Christoph Kneer und Nils Janson für campus:grün köln

Eine Wirtschaft ohne Wachstum? – Perspektiven für den Klimaschutz

Podiumsdiskussion

Leider hat sich herrausgestellt, dass Sven Giegold morgen zur Bundesversammlung muss um einen neuen Bundespräsidenten zu wählen. Daher hat er die Podiumsdiskussion absagen müssen.

Wir werden für die Menschen die die Nachricht nicht rechtzeitig erreicht, oder die auch so am Thema interessiert sind, trotzdem gemeinsam nach einem Input die beiden Konzepte diskutieren.

Auf dem Podium diskutieren:

Alexis Passadakis, Koordinationskreis attac
Sven Giegold, Europaabgeordneter (Grüne)

Dienstag 29. Juni, 18 Uhr

Hörsaal 141 (IBW-Gebäude)

Die natürlichen Ressourcen der Erde nähern sich langsam aber sicher dem Ende. Gleichzeitig wird überall auf

der Welt weiterhin das ständige Wirtschaftswachstum als Maß aller Dinge zur Vermehrung des Wohlstands propagiert. Ohne die stetige Versorgung mit natürlichen Ressourcen ist ein immer höheres Wirtschaftswachstum aber nicht möglich. Über mögliche Lösungen dieses Problems wollen zwei Experten mit unterschiedlichen Blickwinkeln mit uns diskutieren:
Sven Giegold ist Mitautor des grünen Grundsatzpapiers „Die Krisen bewältigen – für einen grünen New Deal!“. Er fordert ein grünes, ressourcenschonendes Wachstum, das die Zerstörung der Erde aufhalten kann.

Alexis Passadakis hat im vergangenen Jahr einen Artikel mit dem Titel „Klimaschutz durch Wirtschaftswachstum?“ veröffentlicht, in dem der Green New Deal dagegen kritisiert wird. Stattdessen fordert er eine vollständige Abkehr vom Wachstumsparadigma.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Seminars „Politische Ökonomie der Globalisierung“ an der Uni Köln (globalisierung.blogsport.de) statt.

In Kooperation mit campus:grün, oikos, der Fachschaft Sozialwissenschaften an der WiSo und der „Liste kritischer Wirtschafts- und SozialwissenschaftlerInnen“.

Zur inhaltlichen Vorbereitung empfiehlt es sich jeweils einen Text von Alexis und Sven zu lesen.

Kritische Medizinstudierende zum Studierendenhaus

Die Gruppe „Kritische Medizinstudierende“ hat einen interessanten Artikel zu dem neuen Studierendenhaus an der Medizinischen Fakultät, dass aus Studiengebühren finanziert wurde, geschrieben.

Sie üben deutliche Kritik an der Ausgabe der Studiengebühren.

Den Artikel findet ihr auf der Webseite der Kritischen Medizinstudierenden.

Bericht aus dem StuPa

Nach der Bildungsstreikwoche fanden, am Montag den 14.06. und Dienstag den 15.06., Sitzungen des Studierendenparlaments statt. In der ersten Sitzung wurde nach den Berichten des AStA insbesondere der Haushalt besprochen und beschlossen. Wir haben zwei Änderungsanträge zur Erhöhung der Posten für den Antifa AK und die Aktionstage gestellt. Wir wollten den Etat des Antifa-AK auf den gleichen Wert anheben, wie die anderen (teil-)autonomen Referate (LUSK, Autonomes Frauen- und Lesbenreferat, Ausländer_innenreferat). Der Aktionstage-Posten wird zum Beispiel dafür genutzt den Bildungsstreik zu unterstützen. Die Anträge wurden von den AStA tragenden Hochschulgruppen Unabs, UFO und Jusos abgelehnt.

Dienstags wurden dann einige Anträge diskutiert und angenommen, darunter auch, mit kleineren Änderungen, die beiden von uns gestellten Anträge „Solidaritätserklärung mit dem autonomen Zentrum“ und „AStA Publikationen ökologisch nachhaltig veröffentlichen“. Besonders gefreut hat uns, dass das Studierendenparlament beschlossen hat, dass der AStA alle Publikationen auf Umweltpapier veröffentlichen muss. Nun ist es am AStA zu prüfen, an welchen Stellen dies geschieht und an welchen Stellen noch nachgebessert werden muss.

Die Anträge in der von uns gestellten Form findet ihr unter StuPa.

Die beschlossene Form findet ihr auf der Internetseite des StuPa.

„Mein Kaffee ist mir nicht latte.“

Filmabend zum Thema „Fairer Kaffeehandel“

Der Weltladen in der ESG und campus:grün köln veranstalten am Donnerstag, den 17. Juni 2010 einen kostenlosen Filmabend. Mehr Infos zum gezeigten Film findet ihr durch Klicken auf unseren Flyer (linkes Bild).

Ort: Hörsaal XVIII (Hauptgebäude der Uni)
Beginn: 19.30 Uhr

Der Filmabend soll kritisch den alltäglichen und individuellen Kaffeekonsum hinterfragen. Wie kann ich als Konsument_in Armut vermeiden und den Handel ein Stück „fair“ändern? Warum sollten Konsument_innen auf Siegel wie das Fairtrade-Label achten? Sind Kaffeeshops wie Starbucks Förderer des fairen Handels? All diese Fragen sollen im Anschluss des Filmes diskutiert werden. Jede_r ist herzlich eingeladen den Film anzuschauen und eigene Gedanken in die Diskussion mit einzubringen.

Wir von campus:grün köln und dem Weltladen der ESG freuen uns auf euch.

Aachen: „Kein Raum, Keine Straße, Keine Stadt den Nazis!“

In Aachen gab es in den letzten Tagen und Wochen immer wieder Nazi-Übergriffe auf Antifaschist_innen und andere Menschen, deren Ansichten dem nationalistischen Weltbild widerstreben. Zuletzt wurde ein Aachener Bildungsstreik-Camp angegriffen und mit einer Gaspistole auf Besucher_innen des Autonomen Zentrums gefeuert. Die offiziellen Behörden tun diese Übergriffe als „Bubenstreiche“ von betrunkenen Jugendlichen ab und übersehen dabei, dass hinter den Angriffen System steckt. Niemand soll den Nazis im Raum Aachen in die Quere kommen. Diese Herangehensweise ist nicht neu. Die Angegriffenen werden oft als „Schuldige“ betrachtet, durch Einschüchterungsversuche wird eine Auseinandersetzung mit den Zielen der Nazis verhindert.

Doch gegen Unterdrückung müssen wir uns wehren. Am Freitag, dem 18.6. um 20 Uhr wird es in Aachen eine antifaschistische Demonstration unter dem Motto: „Kein Raum, Keine Straße, Keine Stadt den Nazis!“ geben.

Treffpunkt  für Anreisende aus Köln ist um 17.45 am Hauptbahnhof.

Aktuelle Informationen bekommt ihr auch auf der Webseite des AZ Aachen.

StuPa: Solidaritätserklärung mit dem Autonomen Zentrum Köln

Nach langer Planung und viel Engagement wurde am 16.04.2010 die Wiersbergstraße 44 in Köln Kalk von der Kampagne pyranha und Untersttzer_innen besetzt und zu einem Autonomen Zentrum ausgerufen. Ein AZ als nichtkommerzielle Einrichtung bietet Platz für unabhängige kulturelle und politische Inhalte abseits des Mainstreams und subventionierter Veranstaltungen. Diese selbstverwaltete Institution eröffnet jeder Person die Möglichkeit, sich zu entfalten und in einem förderlichen Umfeld Ideen und Projekte für die Öffentlichkeit anzubieten. In vielen anderen deutschen Städten hat sich das Autonome Zentrum als sinnvolle Plattform erwiesen, die Anerkennung findet. Nun wird es auch für Köln Zeit, Raum für eine solche Plattform zu ermöglichen. Das Studierendenparlament der Universität zu Köln erklärt sich solidarisch mit den Besetzer_innen. Es fordert die Lokalpolitiker_innen, die Verwaltung und die Sparkasse dazu auf, den Betrieb des Autonomer Zentrums dauerhaft zu sichern.

Pressemitteilung zur möglichen Abschaffung von Studiengebühren

Die Hochschulgruppen Jusos, campus:grün und Linke.SDS an der Universität Köln rufen SPD, Grüne und Linkspartei in Nordrhein-Westfalen auf, gemeinsam ihre Wahlversprechen wahr zu machen und somit Studiengebühren sofort und vollständig abzuschaffen. Eine entsprechende Initiative müsse bei der ersten ordentlichen Sitzung des Landtages in die Wege geleitet werden.

Michael Sievers erklärt für die Juso-Hochschulgruppe: „Studiengebühren fördern die soziale Selektivität im Bildungssystem, wie durch die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks belegt. Wir wollen den Ausschluss von Menschen aus einkommensschwachen Familien nicht länger hinnehmen. Daher rufen wir die drei Parteien auf, dem hessischen Beispiel zu folgen und die Studiengebühren abzuschaffen unabhängig von Koalitionsverhandlungen und noch vor der Neubildung einer Landesregierung oder eventuellen Neuwahlen.“

“Wir haben nun endlich die Möglichkeit, Studiengebühren abzuschaffen. Studiengebühren erschweren gesellschaftliches und politisches Engagement der Student_innen, da diese in starke finanzielle Bedrängnis geraten, die über Studium und Nebenjobs hinausgehende Aktivitäten nicht erlaubt. Eine soziale und demokratische Gesellschaft bedarf aber genau solchen Engagements.” ergänzt Johanna Glaser von campus:grün köln.

Katharina Sass von Die Linke.SDS Köln betont: „Gerade in globalen Krisenzeiten müssen gegen die Kommerzialisierung von Bildung und Wissenschaft Bedingungen dafür geschaffen werden, dass diese ihr emanzipatorisches Potential entfalten und verantwortungsvoll zu Problemlösungen und einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung beitragen können.“

Am 9. Mai wurden Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen in jeglicher Form abgewählt. Jetzt gelte es aus der parlamentarischen Mehrheit auch eine reale Mehrheit zu machen und diesen politischen Unsinn endlich zu beenden.

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