Die Liste „campus:grün, HSG Sowi & Friends – Links-Grüne Liste“ ist ein Zusammenschluss von links-grünen Hochschulgruppen und weiterer kritischer Studierender, die sich für bessere Studienbedingungen und mehr studentische Mitbestimmung einsetzen.

Wir engagieren uns aktiv für eine ökologische, soziale, diskriminierungsfreie und gerechte Hochschule und betrachten die Universität im Kontext der gesellschaftlichen Zustände. Als Liste haben wir den Anspruch möglichst basisdemokratisch und gendergerecht zu arbeiten – jede interessierte Person kann sich mit ihren Ideen und Vorschlägen einbringen. Wir arbeiten transparent als fakultätsübergreifendes Team, sodass die Belange aller Fakultäten und Studierenden abgedeckt sind.

Im nächsten Jahr stehen wichtige Themen und Herausforderungen an, die von Etatkürzungen in Lehre, Wissenschaft und Personal bis hin zum Hochschulgesetz reichen. Dabei setzen wir u.a. folgende Schwerpunkte:

Gute Lehre & kritische Wissenschaft
Für eine kritische Auseinandersetzung mit Lehre und Autonomie der Wissenschaft

Wir möchten uns für eine ständige Evaluation und daraus folgende Verbesserung der Lehre einsetzen. Wir fordern eine finanzielle und inhaltliche Unabhängigkeit der Uni sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Lehre und Forschung. Dafür braucht es auch Transparenz bei universitären Entscheidungen.

  • Geplante Etatkürzungen der Uni und daraus folgende Einsparungen in Lehre, Fachbereichen und Personal verhindern
  • Öffentliche Ausfinanzierung der Hochschule – freie und kritische Lehre statt unternehmerischer Hochschule & Förderung von potenziell profitablen Einzelprojekten: z.B. die Business School
  • Offenlegung und kritische Überprüfung aller Drittmittelverträge und Kooperationsverträge
  • Freie Veröffentlichung universitärer Forschung (Open Access)
  • Abschaffung der Exzellenzstrategie bei gleichzeitiger öffentlicher Ausfinanzierung der in diesem Rahmen geschaffenen Institute

Hochschulgesetz
Für eine demokratische Hochschule

Durch die geplante Änderung des Hochschulgesetzes sind erreichte Errungenschaften für eine demokratische und studierendenfreundliche Uni bedroht. Bereits dieses Jahr haben wir uns als Hochschulgruppen gegen eine Umsetzung der Änderungen an unserer Uni eingesetzt. Der Senat hat sich bereits gegen die meisten Änderungen ausgesprochen, jedoch wurde beispielsweise die Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht befürwortet. Wir setzen uns nicht nur gegen das geplante Vorhaben ein, sondern werden uns auch für eine weitere Demokratisierung der Uni stark machen.

  • Viertelparität im Senat und dadurch Gleichstellung aller Personengruppen an der Uni
  • Mitglieder aus vielfältigeren Gesellschaftsbereichen im Hochschulrat abbilden, noch besser: Abschaffung des Hochschulrates
  • Gegen Anwesenheitspflichten, Studienverlaufsvereinbarungen und Studien-Assessmentstests
  • Zivilklausel erhalten und ausbauen

Ökologie und Infrastruktur
Für einen kritischen Konsum und eine nachhaltige Uni

Es liegt an uns, die Umwelt und Gesellschaft ökologisch und nachhaltig zu gestalten, denn wir haben nur diese eine Erde! Die Uni als Ort der Forschung und Bildungsstätte zukünftiger Generationen hat hier eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Deshalb werden wir uns im Senat für nachhaltige Themen stark machen.

  • Kooperationen mit RWE beenden #Hambibleibt!
  • Ausbau der Fair-Trade-Universität
  • Unterstützung von Nachhaltigkeitsprojekten (z.B. „Green Office”)
  • Mehr Fahrradständer auf dem Campus und kritische Begleitung der Fahrradtiefgaragenpläne der Uni
  • Einsatz für studentisch selbstverwaltete Räume und mehr Grün- und Erholungsflächen auf dem Campus

Soziale Uni
Für gerechtere Studienbedingungen

Erschwerte Studienbedingungen von Studierenden innerhalb und außerhalb  der Uni müssen bekämpft werden. Alle Studierenden sollten die gleichen Chancen haben. Wir fordern eine bessere Vereinbarkeit von Studium mit Kind, Job und Krankheit sowie bessere Lernbedingungen an der Uni.

  • Ausbau der Barrierefreiheit und KiTa-Plätze an der Uni
  • Gegen Studiengebühren jeglicher Form
  • Ausbau der digitalen Lehre
  • Mehr Lern- und Seminarplätze
  • Längere Öffnungszeiten der Institutsbibliotheken

Uni der Vielfalt
Für einen bunten, offenen und solidarischen Campus

Wir setzen uns gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit ein! Dies hat an unserer Uni nichts verloren!

  • Weibliche* Besetzung der Gleichstellungskommission, Quotierung universitärer und studentischer Gremien
  • Stärkung der Gleichstellungsbeauftragten
  • Aktiv gegen Rechts
  • Hochschulzugang für Geflüchtete vereinfachen
  • Burschenschaften aus dem Verzeichnis der Hochschulgruppen streichen
  • Kein Raum für rassistische und andere menschenverachtende Veranstaltungen an der Uni

Für unsere Links-Grüne Senatsliste Uni Köln gibt es eine eigene Facebookseite, wo ihr in den nächsten Tagen weitere Infos zu unserer Liste erhaltet.