Monat: März 2011

Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch in Stolberg

In den letzten Jahren hat sich in der Region um Aachen eine besonders aktive Neonaziszene entwickelt, die mehr und mehr zum Problem wurde. Neben zahlreichen Übergriffen auf Andersdenkende kam es u.a. zu einem Überfall auf das Bildungsstreik Camp der RWTH Aachen aus den Kreisen der Kameradschaft Aachener Land. Aus dem glei­chen Personenkreis wurde am ersten Mai 2010 ein Neonazi aus der Region Aachen in Berlin mit Sprengsetzen aus Glasscherben und Böllern festgenommen, die er auf einer Neonazidemonstration gegen Gegendemonstranten einsetzen wollte. Diese Nazis instrumentalisieren seit 2008 den Tod eines Jugendlichen in Stolberg für ihre rassisti­sche Propaganda. Kevin P., der Getötete wurde stilisiert zum »Held, der für Deutschland fiel«, zum »Soldat, im Kampf ermordet«, zum »Märtyrer für die national(sozialistisch)e Sache«, eben als einer der ihren. Dass es sich bei dem Streit um einen sogenannten Beziehungsstreit handelte, erwähnten sie nicht. Für die Nazis entwickelt sich Stolberg zu einer Großveranstaltung. So versammeln sich jedes Jahr im April inzwischen mehrere Hundert Nazis in Stolberg. Viele dieser Nazis kommen dabei aus der Region rund um Köln.

In diesem Jahr hat sich ein breites Bündnis aus ca. 90 Gruppen und weiteren Einzelpersonen aus dem Gewerk­schafts-, Parteien- und Antifasprektrum mit dem Ziel gegründet den diesjährigen Naziaufmarsch am 09. April 2011 in Stolberg zu blockieren und somit zu verhindern. Nicht zuletzt der verhinderte Naziaufmarsch im Februar diesen Jahres in Dresden, hat bewiesen, dass es mit vielen Menschen aus unterschiedlichen Spektren möglich ist, Naziauf­märsche zu verhindern. Dies ist auch in Stolberg möglich! Deshalb laden die Kölner Hochschulgruppen campus:grün, Linke.sds und GEW-Studis in Zusammenarbeit mit der Antifa Koordination Köln und Umland (AKKU) zu einer Informationsveranstaltung zu Stolberg ein. Interessierte Personen sollen hier weitere Informationen zu den Hintergründen des Naziaufmarschs und den geplanten Gegen­aktivitäten erhalten.

06.04.2011 – Hörsaal XIII im Hauptgebäude der Uni Köln – 19:30 Uhr

Treffpunkte zur gemeinsamen Anreise aus Köln nach Stolberg:
Fr. 8. April, 17:00 Uhr, KÖLN HBF Gleis 9

Sa. 9. April, 08:40 Uhr, KÖLN HBF Eingangshalle

Akute Räumungsgefahr im AZ

Das autonome Zentrum (AZ) in Kalk steht anscheinend kurz vor der Räumung. Hier eine aktuelle Mitteilung vom AZ:

Die Räumung des AZ steht kurz bevor, die Polizei lässt bereits jetzt niemanden mehr auf das AZ-Gelände. Nach Gesprächen mit allen relevanten Akteuren wissen wir sicher, dass die Räumung morgen ansteht.

Heute wird es ab 20 Uhr eine Dauerkundgebung an der Ecke Wiersbergstraße/Kantstraße geben. Bringt warme Klamotten, Decken, Isomatten und Schlafsäcke mit. Kommt zahlreich und sagt euren Freund_innen Bescheid

Aktuelle Infos gibts bei Twitter: http://twitter.com/unsersquat Weiterlesen

Großdemonstation gegen Atomkraft

Alle AKWs abschalten

Alle AKWs abschalten

Am 26. März finden in vier Städten Großdemonstrationen füe die Stilllegung der Atomkraftwerke statt. In Köln wird eine dieser Demonstrationen stattfinden.

Im Vorfeld der Hauptdemo, die um 14 Uhr an der Deutzer Werft, beginnt, wird es eine Kundgebung ab 11 Uhr am Neumarkt geben.

Wir beteiligen uns natürlich an den Protesten und fordern jede_n auf dies auch zu tun.

Der Aufruf des neugegründeten Anti-Atom-Plenum Köln

Es reicht! Seit Jahrzehnten sind die Risiken der Atomkraft bekannt. Der Super-GAU von Tschernobyl ist weniger als 25 Jahre her und schon wieder gibt es eine Atomkatastrophe mit nicht absehbaren Folgen und menschlichem Leid. Das Desaster in Japan verdeutlicht einmal mehr: Die Atompolitik steht im Widerspruch zu den Lebensinteressen der Menschheit. Trotzdem wird in Deutschland an der Atomenergie festgehalten. Während schon der rot-grüne „Atomkonsens“ den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke auf lange Zeit festschrieb, wird das schwarz-gelbe Moratorium daran erst recht nicht viel ändern.

Eines sollte klar sein: Alle bisherigen Laufzeitmodelle waren ein Kniefall vor der Atomlobby. Die einzige Konsequenz aus dem GAU in Japan, deren Folgen noch nicht annähernd abzusehen sind, kann nur heißen: Abschalten und zwar sofort!

 

Einige weitere Infos bekommt ihr auch beim Anti-Atom-Plenum Köln.

Kennenlerntreffen im SoSe 2011

Am 12. April werden wir wieder ein Kennenlerntreffen veranstalten, wo wir unsere Gruppe, unsere Aktivitäten und die ‚demokratische‘ Struktur der Uni vorstellen möchten. Zu diesem möchten wir dich herzlich einladen. Insgesamt soll es also ein netter Abend für alle Menschen werden, die sich schon immer mal gefragt haben, was wir denn eigentlich so machen oder die sich überlegen, auch mal die Hochschule aktiv gestalten zu wollen. Aber auch bei jedem anderen wöchentlichen Treffen kannst du natürlich gerne vorbeikommen.

Unser Treffen findet im Raum C statt. Diesen findet ihr in der Universitätsstraße 16 (über der Studiobühne). Wir treffen uns um 19:30 Uhr vor dem Eingang zur Studiobühne Weiterlesen

1 Jahr AZ – Nachttanzdemo und Programm

Am 16. April jährt sich die Besetzung des Autonomen Zentrums (AZ) Köln in Kalk zum ersten Mal. Deshalb wird es am Wochenende vom 15. bis zum 17. April jede Menge Aktionen im und rund um das AZ geben.

campus:grün hat das Autonome Zentrum (und zuvor die Kampagne pyranha – für ein Autonomes Zentrum) unterstützt und wir sehen weiterhin dringenden Bedarf für ein solches politisches, kulturelles und soziales Zentrum in Köln. Das Verhalten der Sparkassen-Tochter, die Besitzerin des Gebäudes ist, den Menschen das Wasser und den Strom abzustellen, um somit den Druck auf die Besetzer_innen zu erhöhen, ist unerträglich.

Deshalb rufen wir alle dazu auf, sich den Feierlichkeiten und der Nachttanzdemo zu beteiligen.

ein jahr az köln: Haus verteidigen, Geburtstag feiern und für mehr kämpfen! Weiterlesen

Aktionen zum Weltwassertag von „Viva con agua“

Die Trinkwasserinitiative Viva con Agua veranstaltet zum Weltwassertag eine Kundgebung mit vielen Aktionen.

Hier der Aufruf der Gruppe:

Am 22. März 2011 ist der Weltwassertag und wir wollen diesen Tag nutzen, um auf die globale Trinkwasserkrise aufmerksam zu machen.

Unter dem Motto „Kein Wasser – kein Spaß!“ treffen wir uns am Dienstag, 22. März, 14 Uhr am Neumarkt, um von dort über Schildergasse und Hohe Straße zum Roncalliplatz (Domplatte) zu ziehen, wo um 16 Uhr ALLES gehen wird: Kundgebung, Mini-Theater, symbolisches Wasserschöpfen

Dabei werden wir alltägliche…Situationen darstellen, die ohne Wasser einfach keinen Spaß machen: Tee und Kaffee ausschenken ohne Wasser (nur Pulver), eine Person im Bademantel, die baden möchte, ein Surfer im Neoprenanzug und vieles mehr!

Abschließend soll auf dem Roncalliplatz die Bedeutung von Trinkwasser durch das Auffüllen eines Planschbeckens mit aus dem Rhein geschöpften Wasser symbolisiert werden, welches den Spaß in die trost- und wasserlosen Aktivitäten zurückbringt.

Gleichzeitig wird die Aktion dafür genutzt, um auf das Viva con Agua Soli-Konzert im Autonomen Zentrum Köln am 25. März hinzuweisen. Dem AZ ist vor einigen Wochen das Wasser abgestellt worden – das können wir nicht hinnehmen, denn nun gilt auch da: Kein WASSER – Kein SPASS!

Was würde dir den Spaß verderben, wenn du kein Wasser hättest???
Also kommt vorbei, seid dabei und bringt viele Leute und Ideen mit!
Wir freuen uns auf euch!
Viva con Agua – für ein Leben mit Wasser!!

Demo für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft

DSC01389Am Samstag, den 19. März, findet in Köln eine Demo zum sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie statt. Wir unterstützen diese Demo und den Aufruf des SSK und der Gruppe „Anarchie und Kekse“.

Start der Demo ist um 14 Uhr am Neumarkt.

Hier der Aufruf:

Die nukleare Katastrophe in Japan zeigt uns allen zum wiederholten Mal, wie gefährlich und zerstörerisch die Nutzung der Kernenergie ist. Atomkraftwerke sind nie und können niemals sicher sein. Seit Jahrzehnten kritisieren das Atomkraftgegner_innen aus aller Welt, aber genauso ignorieren das seit Jahrzehnten die Atomindustrie und die sie stützenden Parteien. Die Grünen, die ihre Wurzeln auch in der Anti-Atom-Bewegung hatten und die SPD, die ihre Pro-Atom-Politik in den 80er Jahren aufgab, haben es Ende der 90er Jahren in der Regierung nicht vermocht oder nicht gewollt, durch eine radikale Positionierung den sofortigen Ausstieg einzuleiten. Heraus kam ein Atomkonsens, der eine Betriebsgarantie für weitere Jahrzehnte bis 2022 darstellte.

Auch Fukushima 1 sollte diese Monate abgeschaltet werden. Doch es hat sich gezeigt, dass sich nukleare Katastrophen nicht an politisch festgelegte Laufzeiten halten. Nur die sofortige Abschaltung aller AKWs weltweit garantiert uns die Sicherheit vor von Menschenhand gemachter Verstrahlung von Menschen und Umwelt.

Das jetzt von CDU, CSU und FDP ausgerufene Moratorium von drei Monaten mit der Abschaltung von sieben AKWs in Deutschland ist eine Maßnahme, die erstmal beruhigen soll. Auch das endgültige Aus für Neckarwestheim ist eher dem Wahlkampf zuzuschreiben. Die Regierungsparteien haben einfach Angst vor Umfragewerten, die besagen, dass 80% der Bevölkerung für den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft sind. Dass nach den drei Monaten eine sofortige Abschaltung aller AKWs beschlossen werden wird, ist sehr unwahrscheinlich. Aber auch ein Rückgang zum Atomkonsens von Rot-Grün, wie diese ihn fordern, hieße Weiterbetrieb von AKWs bis 2022.

Die Atomlobby

Parallel zur parteipolitischen Debatte mobilisiert die Atomlobby, in Deutschland bestehend aus RWE, E.on, EnBW und Vattenfall alle Truppen, um ihre immensen Gewinnaussichten zu verteidigen. Die BILD-Zeitung an ihrer Seite hat sie bereits begonnen, vor allem auf europäischer Ebene dafür zu sorgen, dass Deutschland den Ausstieg ja nicht zu schnell angeht. Zusammen mit den Baumeistern von Atomkraftwerken wie die SIEMENS AG sind diese Konzerne die großen Profiteure einer mörderischen und die Umwelt zerstörenden Technologie. Sie sind es, die mit unser aller Leben Roulett spielen und dieses Restrisiko nennen, das nach Herrisburg und Tschernobyl nun in Japan ein weiteres Mal innerhalb von 32 Jahren eintritt.

Jetzt handeln

Warten wir nicht länger auf den GAU vor unserer eigenen Haustür. Wir müssen die Parteien und die Konzerne benennen und so bedrängen, dass sie nicht mehr anders können, als den sofortigen Ausstieg aus der Atomtechnologie umzusetzen. Der sofortige Ausstieg ist die einzig sinnvolle Forderung. Die Forderung aber auch durchzusetzen gelingt nur, wenn wir alle zusammen mit möglichst vielen Menschen den Druck auf der Straße erhöhen. Wir können den Ausstieg nicht den politischen Parteien überlassen, da sie gezeigt haben, dass sie von sich aus den sofortigen Ausstieg nicht herbeiführen.

Demoroute

Die Demo soll vom Neumarkt zu den Büros von CDU und SPD gehen, um die beiden großen politischen Parteien mit unserer Forderung des Sofortausstiegs zu konfrontieren. Schließlich werden wir bis zur Niederlassung von SIEMENS gehen. Laut IPPNW baut und baute Siemens AKWs auch in Erdbeben gefährdeten Gebieten, spart beim Bau von AKWs bei der Sicherheit, spart bei Wartung und Instandhaltung und exportiert Atomtechnologie, die auch militärisch genutzt werden kann. Schließlich hat SIEMENS alle AKWs in Deutschland gebaut. Hier muss die Forderung klar lauten: Schluss mit dem Bau neuer AKWs weltweit!

Atomausstieg sofort!

Kommt zur Demo am 19. März, 14 Uhr Neumarkt

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