StuPa: KiTa Knusperhäuschen e.V. erhalten!

In letzter Zeit hat die Universitätsleitung auf verschiedene Weise versucht die Kindertagesstätte Knusperhäuschen e.V. aus ihren Räumen zu vertreiben. Es darf nicht sein, dass die Universität dieses gelungene Projekt von Eltern und ErzieherInnen auf diese Weise enden lässt. Wir sprechen uns klar für den Erhalt der Kindertagesstätte im Weyertal aus und haben deswegen auch einen Antrag am 23.04.2009 im Studierendenparlament eingebracht.

Mehr Infos zu der Situation der Kindertagesstätte Knusperhäuschen e.V. könnt ihr unter:

http://www.knusperhaeuschen-koeln.de/
knusperhaeuschen_koeln

nachlesen bzw. hier nachschauen.

Antrag: Kindertagesstätte Knusperhäuschen e.V. erhalten

Das Studierendenparlament der Uni Köln spricht sich für den Erhalt der Kindertagesstätte Knusperhäuschen e.V. im Weyertal aus und fordert den AStA der Universität zu Köln auf, diese Haltung öffentlichkeitswirksam zu vertreten.

Begründung:

Im Dezember 2008 erhielten die Verantwortlichen der Kindertagesstätte Knusperhäuschen e.V., welche sich im Weyertal 113a befindet, die Kündigung ihres bisherigen Mietvertrages seitens des Vermieters der Universität zu Köln. Die Kindertagesstätte wird momentan von der Elternschaft der Kinder betrieben und gehört dem Dachverband des paritätischen Wohlfahrtsverbandes an. Sie beinhaltet ein  Wohnhaus, eine ca. 800qm großen Außenfläche und besteht schon seit 30 Jahren. Die anwesenden Kinder werden von drei Fachkräften betreut.

Die Begründung der Mitvertragskündigung lautete, dass der bestehende Ort zum Bau von 12 Parkplätzen genutzt werden sollte. Diese Parkplätze seien notwendige Bedingung zur Errichtung der in unmittelbarer Nachbarschaft entstehenden Universitäts-Kindertagesstätte. Allerdings stellte sich diese Angabe in einer Stellungnahme der Stadt Köln, nach Presseartikeln und einem Beitrag im WDR Fernsehen, als falsch heraus. Die Universität reagierte auf das einstweilige Scheitern ihres Vorhabens, die Kindertagesstätte aus ihren Räumen zu vertreiben, mit einem vermeintlich notwendigen Gutachten zur baulichen Sicherheit der Kindertagesstätte,  welches zurzeit durchgeführt wird. Festzustellen gilt, dass die KiTa alle notwendigen Auflagen (Brandschutz, Umwelt, elektrische Anlagen …) erfüllt und deswegen eine unbefristete Betriebserlaubnis seitens des Landesjugendamtes besitzt.

Es darf nicht sein, dass die Universität aus fadenscheinigen Gründen den Betrieb einer solch wichtigen und anerkannten Einrichtung beenden will. Gerade in der Kindererziehung ist Pluralität der Einrichtungen wünschenswert und die Kindertagesstätte Knusperhäuschen e.V. bildet hierbei einen wertvollen Baustein zum Gelingen der Kombination von Familie und Studium.

Angebote seitens der Uni, Kinder und ErzieherInnen der KiTa in die neue Uni-KiTa zu integrieren, stellen keine wirkliche Lösungsmöglichkeiten dar. Zum einen ist es für die Kinder eine unnötig große Belastung in ihrem jungen Alter Umgebung und BetreuerInnen zu wechseln. Zum anderen ist es von den ErzieherInnen nicht erwünscht in der neuen KiTa zu arbeiten, da die Kindertagesstätten unterschiedliche Konzepte verfolgen und die ErzieherInnen unter den TVÖD fallen würden.

Wir (campus:grün köln) fordern daher, dass der AStA seiner Rolle als Vertretung der Studierendenschaft nachkommt und im Interesse der beteiligten studierenden Eltern handelt. Es ist beschämend, wie die Universität sich in dieser Situation verhält und versucht ihren Einfluss in unfairer Weise geltend zu machen. Deswegen gilt es, Solidarität mit unseren KommilitonInnen zu zeigen und den weiteren Fortbestand der Kindertagesstätte zu sichern!

6 Kommentare

  1. Claudia Schwenk

    Di, 12. Mai 2009 at 14:28

    Als Mutter von drei Kindern, die diese Einrichtung besucht haben, bitte ich ebenfalls um Unterstützung. Da alle meine Kinder inzwischen die Grundschule durchlaufen haben und demnächst alle auf das Gynasium gehen, habe ich nach dem Knusperhäuschen verschiedene Betreuungseinrichtungen erlebt und bin der Meinung, dass das, was im Knusperhäuschen gelebt wird sehr selten und überaus erhaltenwert ist. In keiner weiteren Einrichtung habe ich so viel Engagement seitens der Erzieher und Eltlern erlebt und auch meine Kinder sind dem Knusperhäuschen bis heute sehr verbunden. Ich habe mich immer sehr gefreut, dass meinen Kindern seitens der Schulen ein stark ausgeprägtes soziales Verhalten bescheinigt wurde, was ich auch auf die ausgezeichnete pädagogische Arbeit zurückführe.
    Die Unterstützung des Knusperhäuschens ist eine wichtige und lohnenswerte Sache.

  2. Ich finde gut, dass mal jemand so deutlich wird! Die ganze super Arbeit dieser Elterninitiative kann doch nicht einfach so kaputt gemacht werden, nur weil irgendein Verwaltungsbeamter es zu lästig findet dieses Kindergarten in den Büchern mitzuführen. Nachdem sich alle vorher angegebenen Gründe als vorgeschoben erwiesen haben, scheint dies der eigentliche Grund für die anvisierten Schliessung zu sein.
    Das geht sogar soweit, dass die Verwaltung sicheres Geld aus dem Konjunkturpaket im 5 stelligem Bereich!!! für die energetische Sanierung des Hauses einfach nicht anfordert. Ganz offensichtlich hofft da jemand ganz „pfiffig“ die Angelegenheit still und heimlich auszusitzen.
    Ich müsste mich schrecklich schämen, wenn ich so meine Verantwortung für das Gemeinwohl ausblendete und bewusst, aber hinter Verordnungen versteckt so ein tolles Projekt torpediere. Wahrscheinlich denkt sich die Verwaltung, dass schon alles gut wird, wenn man nur danach ordentlich betroffen in die Kamera schaut und sagt: „Das tut uns aber leid. Das haben wir ja so garnicht gewusst. Ich persönlich hätte ja anders gehandelt, aber die Anderen… was sollte ich denn schon alleine ausrichten….“ Also ich könnte nicht mehr in den Spiegel schauen

  3. Rainer Eisenbeiß

    Di, 12. Mai 2009 at 16:38

    Mein Sohn und die Tochter meiner Frau waren vor nun schon 11 Jahren im Knusperhäuschen. Damals hieß er noch Unikindergarten. Da war es für mich keine Frage, auch meine Tochter dort anzumelden. Sie ist nun seit etwa einem Jahr dort, und wie damals zeigt sich, dass die Kinder sehr gut betreut sind und auf besondere Weise ein gemeinschaftliches Verhalten entwickeln. Davon profitieren wird Sie ihr ganzes Leben profitieren. Ablesen kann ich das an den Großen.

    Lieber Herr Kanzler Dr Neyses, die Kinderliebe fängt nicht bei der Kinderuni an. Sie startet bereits viel früher. Dazu gehört auch, ihnen eine liebevolle Umgebung in einer Kindertagesstätte zu lassen, wo sie sich wunderbar entwickeln können und erleben, wie sich Eltern einsetzten. Das darf nämlich nicht vergessen werden. Es ist eine Elterninitiative, wo die Eltern viel Zeit und Liebe „ehrenamtlich“ mitbringen.

    Das Knusperhäuschen muss bleiben!

  4. Ich habe viele Freunde, deren Kinder geknuspert haben, und kann mich noch gut an die Veranstaltungen auf dem Außengelände erinnern, zu denen wir eingeladen waren. Da merkte man sofort: das Knusperhäuschen ist was Besonderes – ein Umfeld, in dem sich Kinder prächtig entwickeln können. Bei allen Debatten darüber, was Kinder in Ihrer Entwicklung brauchen, steht für mich fest: eine Einrichtung wie das Knusperhäuschen tut allen gut und muss bleiben.

  5. Toll, dass ihr uns unterstützt, DANKE,
    das Knusperhäuschen ist es wert!

  6. Wir wollen bleiben!
    Und mit Beiträgen wie diesen, die eine öffentliche Diskussion über uns unterstützen und einfordern, steigen die Chancen, dass wir eine Zukunft im Weyertal haben werden.
    Herzlichen Dank für diese tolle Unterstützung im Namen aller Eltern, Erzieher und Kinder aus dem Knusperhäuschen!
    Kommt doch mal vorbei!

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