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StuPa-Antrag: Hochschulzukunftsgesetz

Das Studierendenparlament möge beschließen sich der Stellungnahme zum Hochschulzukunftsgesetz anzuschließen, die vom AStA, den Hochschulgruppen, den Fachschaften und weiteren Aktiven erarbeitet und bereits zum 07.01.2014 an das Ministerium Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen verschickt werden musste.

Auf Grundlage des Referentenentwurfs zum Hochschulzukunftsgesetz werden alle Hochschulgruppen dazu aufgerufen sich am weiteren Prozess der Meinungsbildung zu beteiligen.

Folgendes Fazit wurde dort festgestellt, die uns am wichtigsten waren im Enstehungsprozess dieser Stellungnahme:

  1. Keine Zwangsexmatrikulationen im Gesetz verankern! Studierende nicht entmündigen!
  2. Hochschulrat vollständig entmachten! Keine weitere Stärkung des Hochschulrats!
  3. Demokratisierung des Senats ohne Hintertüren! Konsequente paritätische Entscheidungen der Statusgruppen im Senat und den nachgelagerten Gremien in den Fakultäten!
  4. Kein*e Beauftragte*r für den Haushalt der Studierendenschaft! Finanzierung von hochschulpolitischer Arbeit weiter ermöglichen.

Stellungsnahme der Studierendenschaft zum Hochschulzukunftsgesetz

Antragsteller*innen: AStA der Uni Köln, campus:grün, die Aktiven zum HZG in der Studierendenschaft der Uni Köln

Moot Court Diversity & Gender: Sex, Crime and Rhyme

Am 16. Januar 2014 organisiert das Gleichstellungsbüro der Universität zu Köln ein Moot Court (Gerichtsverhandlung) zum Thema Gender & Diversity: Sex, Crime and Rhyme:

Die Gerichtsverhandlung (Moot Court)Veranstaltung Sex, Crime and Rhyme

In der Gerichtsverhandlung übernehmen Studierende der Rechtswissenschaften die Rollen der Prozessvertretungen. Studierende anderer Fakultäten treten als Sachverständige auf. Das Gericht setzt sich aus Richter_innen (einem Professor der Rechtswissenschaften, zwei Justiziar_innen) und Schöff_innen (zwei Soziolog_innen) zusammen.

Der Fall

Die Parteien streiten um die Indizierung des Tonträgers „Hetero-Gängsta-Rapper-Rap“ der Gruppe F.A.K. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hatte den Tonträger auf Grund eines Antrages des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Teil A der Liste für jugendgefährdende Medien eingetragen. Hierbei sah sie den Tatbestand des § 18 Abs. 1 JuSchG erfüllt. Der indizierte Tonträger wirke verrohend und reize zur Gewalttätigkeit vor allem gegenüber Frauen und und homosexuellen Männern. Außerdem fänden sich frauen- und homosexuelle Männer diskriminierende Aussagen. Er sei damit geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu gefährden. Die Gruppe F.A.K. wendet ein, die Indizierung sei rechtswidrig.
Erstens sei der Tatbestand der Jugendgefährdung nicht erfüllt. Es würden lediglich, mithilfe der Stilmittel der Ironie und der Übertreibung, typischen Elemente des Gangster-Raps kritisch hinterfragt. Die Indizierung stelle somit einen unzulässigen Eingriff in die Kunstfreiheit der Gruppe F.A.K. dar.

Wann / Wo ?

Wegen der Einlasskontrollen und der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung erforderlich!

16. Januar 2014, 16.00 – 18.00 Uhr (Einlass von 15.15-15.45 Uhr)
Kölner Landgericht, Luxemburger Str. 101, Saal 142
Anmeldung bis zum 15.01.2014 per E-Mail oder Telefon an: E-Mail: maike.hellmig(at)gb.uni-koeln.de, Telefon: 0221/470-6653

Tagung: „…ohne Angst verschieden sein“!?

Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lädt ein:

„…ohne Angst verschieden sein“!?
Rassismus und Antisemitismus in der politischen Bildungsarbeit

Seit Jahrzehnten verweisen empirische Studien auf die Virulenz von Antisemitismus und Rassismus in der bundesrepublikanischen Gesellschaft – zwei Phänomene, die aufgrund ihres antidemokratischen Charakters zentrale Probleme der schulischen und außerschulischen politischen Bildungsarbeit darstellen. Die Komplexität beider Erscheinungen erschwert es, Gemeinsamkeiten und Differenzen wahrzunehmen und Antisemitismus wie auch Rassismus entsprechend ihren jeweiligen Eigenqualitäten zu erfassen. Daraus ergeben sich verschiedene Probleme für die Bildungsarbeit, denen sich die Tagung „… ohne Angst verschieden sein“!? widmet.

Grundlage für die Tagung bildet die Erkenntnis, dass Antisemitismus und Rassismus keineswegs gleichzusetzen sind, dass es aber ebenso ein Trugschluss wäre, beide Phänomene als gänzlich verschieden zu betrachten. Die Gemeinsamkeiten und die grundlegenden Unterschiede sind für eine an demokratischen Idealen ausgerichtete politische Bildungsarbeit von besonderem Interesse.

Auf der Tagung werden zum einen über theoretische Impulse Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Forschung zu Rassismus und Antisemitismus vermittelt. Darüber hinaus ist die Möglichkeit zur Reflexion der Praxis politischer Bildungsarbeit gegeben.

Die Tagung versteht sich als Forum für Diskussionen und als Raum zum Austausch zwischen pädagogisch Tätigen, Studierenden, Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen der politischen Bildungsarbeit.

Wir laden Sie herzlich ein!

Anmeldung

Eine verbindliche Anmeldungen ist bis zum 02. Februar 2014 möglich.
Per Mail: anmeldung@melanchthon-akademie.de oder per Telefon.: 02 21 – 93 18 03 0

Bitte geben Sie bei der Anmeldung jeweils einen Workshop für Freitag und Samstag an. Da wir eine begrenzte Teilnehmer_innenzahl für die einzelnen Workshops haben, geben Sie bei der Anmeldung bitte auch immer einen Alternativworkshop für jeden Tag an.

Nach der Anmeldung erhalten Sie zur Zahlung weitergehende Informationen.

Es fällt ein Teilnahmebetrag an von:
25 EUR für Berufstätige und
10 EUR ermäßigt für Geringverdienende.
(Imbiss und Getränke inbegriffen)

Tagungsort

Melanchthon-Akademie Köln
Kartäuserwall 24b
50678 Köln

weitere Infos unter: www.koelnische-gesellschaft.de/tagung.php

Vielen Dank! -Wahlergebnis

Liebe Wähler_innen,

wir möchten uns herzlich bei Euch für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Wir konnten trotz einem starken Rückgang unserer personellen, vor Allem aber unserer finaziellen Kapazitäten (wir hatten nur in etwa die Hälfte der Materialien aus den Vorjahren) ein sehr starkes Ergebnis erzielen und haben uns mit 12 Sitzen als zweitstärkste Liste etabliert.

Im Senat ist die von uns unterstützte “Liste von FachschafterInnen” wieder mit einem Sitz vertreten und im Gleichstellungsbeirat hat die “Autonome Frauenliste” einen Sitz erlangt. Unser Wahlbündnis an der WiSo-Fakultät hat endlich einen Sitz in der Engeren Fakultät erhalten. Dadurch ist ein wichtiger Schritt in Richtung pluralistischer studentischer Interessensvertretung gemacht worden.

In den nächsten Wochen werden wir nun beraten, was das Ergebnis der Wahlen für uns bedeutet und welche Konsequenzen wir daraus ziehen. Von diesen werdet ihr hier auf der Seite lesen.stupaergebnisse2013

Die Ergebnisse für das Studierendenparlament im Detail:

campus:grün 12 Sitze (-4)
Jusos 8 Sitze (+3)
SDS 2 Sitze (-1)
Unabs 20 Sitze (+-0)
Junge Union 4 Sitze (+1)
LHG 1 Sitz (+-0)
SoWi HSG 1 Sitz (+1)
FTP 1 Sitz (+-0)
die Liste 1 Sitz (+-0)
Wendepunkt 1 Sitz (neu)

Nicht mehr angetreten ist die Piraten HSG (1 Sitz).

Aktionstage gegen Sexismus und Anti-Homosexualität: Wo bleibt der Sexismus gegenüber Frauen*?

Die Kritik an den diesjährigen Aktionstagen des AStA Uni Köln trifft wohl eher die Aktionstage gegen Anti-Homosexualität, denn Sexismus, besser gesagt die Perspektive Unterdrückung von Frauen* sichtbar zu machen, ist kein Thema. Explizit um Frauen* geht es in der ganzen Woche genau einmal, nämlich in ihrer Rolle als „weibliche Täterinnen“. Fast schon höhnisch, nichts für die Gleichstellung von Frauen in einer Woche gegen Sexismus zu tun und dann auch noch Frauen, die unter 5% der Fälle Täterinnen sind als solche explizit zu benennen. In dem ganzen Programm ist die Gleichstellung von Mann* und Frau* keine einzige Veranstaltung gewidmet. Einen thematischen Schwerpunkt während den Aktionstagen zu setzen ist eine Sache, eine komplette Seite von Sexismus aber nicht zu beleuchten (obwohl sie deutlich sichtbar im Titel steht) eine andere. Diversity, wie sie von dem verantwortlichen diversity Referat propagiert wird ist hier schmerzlich zu vermissen.

In Anbetracht dieser Woche, wird auch die Forderung, den Gleichstellungsbeirat in seiner jetzigen Form abzuschaffen, der Rosa Liste bei den letztjährigen Wahlen zum Studierendenparlament in ein anderes Licht gerückt. Für die „Jungs“ aus dem Referat ist Sexismus gegenüber Frauen wohl kein ernst zunehmendes Problem mehr. Wir sehen das anders! Frauen* sind immer noch einer strukturellen so wie individuellen Unterdrückung ausgesetzt und von Gleichstellung ist in weiten Bereichen des wirtschaftlichen, sozialen und auch privaten Lebens wenig zu spüren. Bei Aktionstagen gegen Sexismus UND Anti-Homosexualität kann es nicht nur um die „männliche“ Homosexualität gehen, sondern um jegliche, von Sexismus betroffenen Personengruppen wie Frauen, Lesben, Trans* und Interpersonen. Die Beschränkung des Programms, auf von Männern* dominierte Themen, stellt eine eigene Form sexistischen Verhaltens dar.

Diese Kritik verweist ausdrücklich darauf, dass die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Veranstaltungen zu Homophobie in keinster Weise hinterfragt werden und für wichtig empfunden werden, es aber nicht sein kann, dass zur gleichen Zeit andere Formen der Diskriminierung ausgeklammert werden. Ein diversity Referat sollte sich, quo eigener Definition, der Vielzahl an Diskriminierungsformen bewusst sein und sich nicht auf eine beschränken und eine andere der political correctness halber noch im Titel stehen lassen.

Wenn kein Verständnis für die Diskriminierung von Frauen besteht, dann doch wenigstens ehrlicherweise AKTIONSTAGE GEGEN ANTI-HOMOSEXUALITÄT. Alles andere ist Heuchelei.

Das Programm der Aktionstage findet ihr hier: www.facebook.com/events/449062878537412

Offener Brief an das Rektorat zur geplanten Abschaffung des BC SoWi

Am Montag, den 8 Juli fand die Sitzung der Engeren Fakultät, das höchste beschlussfassende Gremium der WiSo-Fakultät, statt. In dieser Sitzung wurde, trotz gegenteiliger Absprache, die Abschaffung des Bachelors Sozialwissenschaften weiter zementiert. Daher hat das Bündnis „Sozialwissenschaften erhalten“, in dem campus:grün aktiv mitarbeitet, einen offenen Brief verfasst, in dem es ein Gespräch mit dem Rektorat fordert. Aktuelle Informationen des Bündnisses findet ihr auf Facebook unter Sozialwissenschaften erhalten.

Offener Briefsowi_bleibt

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Freimuth,

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Herzig,

Sie haben wahrscheinlich mitbekommen, dass es an der WiSo-Fakultät eine Neuausrichtung des Studiengangs Sozialwissenschaften geben soll. Mit der angedeuteten Ausrichtung „VWL sozialwissenschaftlicher Richtung“ sind und waren sehr viele Studierende nicht einverstanden.

Dazu hat es mehrere Pressemitteilungen von verschiedenen Hochschulgruppen und auch von dem gegründeten Bündnis „Sozialwissenschaften erhalten“ gegeben. Das Bündnis wird von vielen Hochschulgruppen unterstützt: Jusos, campus:grün, sds, oikos, JU, LHG, HSG SOWI, Kritische Wirtschafts-und Sozialwissenschaftler_innen. Unsere Forderungen sind, dass es zum einen keinen VWL-Pflichtanteil geben soll und zweitens Soziologie und Politik gemeinsam studierbar sein soll.

Auch der Kölner Stadt Anzeiger hat am Dienstag, den 9 Juli über die Proteste zu dem Thema berichtet: http://www.ksta.de/campus/uni-koeln-protest-der-sowi-studenten,15189650,23642456.html

Die Proteste fanden am Montag, den 8 Juli während der EF-Sitzung der WiSo-Fakultät statt. Wir haben mit den Mitgliedern der Engeren Fakultät gesprochen und unser Bündnis hatte die Möglichkeit seine Argumente zu nennen. Uns wurde mitgeteilt, dass über den Studiengang in der nächsten Sitzung der Studienreformkommission diskutiert wird und letztendlich in der Sitzung der Engeren Fakultät Anfang August entschieden wird. Der Studiendekan, Herr Buschfeld, teilte uns auch mit, dass wir Vertreter_innen in die Sitzung der Studienreformkommission einladen lassen können und dort unsere Argumente nochmal darlegen können.

Erschreckenderweise wurde nun  in der EF-Sitzung am Montag, den 8 Juli entgegen dem, was uns mitgeteilt wurde, abgestimmt, dass der zukünftige SoWi-Studiengang  einen VWL-Pflichtanteil von 60 Leistungspunkten haben wird. Die Abstimmung über die Ausrichtung des Studiengangs stand unseres Wissens nach nicht auf der Tagesordnung der EF-Sitzung.  Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass es zu diesem Thema in der Sitzung vom 8 Juli keine Abstimmungen geben würde. Alle Studierendenvertreter_innen haben in der Sitzung gegen den VWL-Pflichtanteil von 60 Punkten gestimmt.

Wir finden es skandalös, wie über die Köpfe von Studierenden hinweg entschieden wird! Vor allem, weil uns zugesichert wurde, dass die Entscheidung erst im August getroffen wird! Das ist ein unehrliches und mehr als intransparentes Arbeiten. Wir weisen Sie daraufhin, dass wir dieses intransparente Vorgehen der WiSo-Fakultät der Presse mitteilen werden. Studentische Interessen dürfen in einem solchen Entscheidungsprozess nicht ignoriert werden. Außerdem bitten wir Sie um ein Gespräch in naher Zukunft mit Vertreter_innen des Bündnisses „Sozialwissenschaften erhalten“. Wann könnte dieses Gespräch stattfinden?  Wir bitten Sie um Terminvorschläge.

Mit freundlichen Grüßen

Das Bündnis „Sozialwissenschaften erhalten“

Gegen die Abschaffung des Bachelors Sozialwissenschaften – Zusammenschluss eines lagerübergreifenden Bündnisses „Sozialwissenschaften erhalten“

Bündnislogo_n_swIm März 2013 beschloss die Engere Fakultät (EF), das höchste beschlussfassende Gremium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln die Abschaffung des Studiengangs Sozialwissenschaften (SoWi). Seitdem dies im Juni bekannt wurde, entwickelten sich innerhalb der Studierendenschaft massive Proteste.

Zur Organisation der Proteste hat sich nun sowohl aus verschiedenen Hochschulgruppen als auch aus weiteren interessierten Studierenden ein breites Bündnis gegründet. Das Bündnis wird von folgenden Kölner Hochschulgruppen unterstützt: Juso HSG, dielinke.sds, Kritische Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler_innen, LHG, campus:grün, HSG Sowi, JU HSG und oikos.

„Wir kritisieren, dass laut EF-Beschluss der Bachelor SoWi durch einen Bachelor „Volkswirtschaftslehre (VWL) sozialwissenschaftlicher Richtung“ ersetzt werden soll. Erste Entwürfe sehen einen wesentlichen verpflichtenden VWL-Anteil vor. Das führt zu einer deutlichen ökonomischen Ausrichtung des Studiengangs. Den Studierenden wird damit die freie Entscheidung genommen. Ihnen wird die Möglichkeit entzogen, Politik und Soziologie im Hauptfach zu kombinieren. Gerade diese Wahlmöglichkeit ist für viele Studierende ausschlaggebend, in Köln zu studieren“, empört sich Lukas Arndt vom Bündnis „Sozialwissenschaften erhalten“.

„Die Entscheidung der EF wurde einer breiten Uni-Öffentlichkeit viel zu lange vorenthalten. Sowohl die WiSo-Fakultät als auch die Fachschaft WiSo als Interessenvertretung der Studierenden sind damit ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden. Erst auf Druck von Außen wurden Informationen herausgegeben. Selbst betroffene Lehrpersonen wurden erst von der Studierendenschaft informiert“, entrüstet sich Simon Micken vom Bündnis „Sozialwissenschaften erhalten“.

„Unsere Forderungen sind, dass es erstens keinen verpflichtenden VWL-Anteil im SoWi-Bachelor geben soll. Zweitens muss die Möglichkeit, Politik und Soziologie zu wesentlichen Anteilen zu kombinieren, erhalten bleiben. Darüber hinaus wird der dahingehende Beschluss der Engeren Fakultät vom März 2013 abgelehnt“, sagt Laura Lemmer vom Bündnis „Sozialwissenschaften erhalten“.

„In näherer Zukunft sind Proteste und Demonstrationen gegen die Entscheidung geplant. Wir rechnen mit einer großen Beteiligung der Studierenden, da die Petition des Bündnisses zum Erhalt des Studiengangs schon von 1.280 Menschen unterschrieben wurde“, kündigt Ann-Kathrin Löhr vom Bündnis „Sozialwissenschaften erhalten“ an.


Aktuelle Infos findet ihr auch auf den Facebook-Seiten des Bündnisses und von campus:grün.

 

Latinumspflicht abschaffen – Postkartenaktion gestartet

Postkarte_Latinum_s1Noch immer ist in der Lehramtszugangsverordnung festgelegt, dass einige angehende Lehrer_innen ein Latinum nachweisen müssen. Dies ist nicht nur sozial oft ein großes Problem, viele Studierende müssen ihr Latinum während des Studiums nachholen, sondern schafft auch einige andere Probleme:

So führt es zu einer Verzerrung zwischen den Schulformen, an denen die allgemeine Hochschulreife erlangt werden kann. An Abendschulen und Gesamtschulen wird seltener ein Latinum angeboten, als an Gymnasien. Das mehrgliedrige Schulsystem sorgt auch hier für eine Benachteiligung.

Schlussendlich gibt es keinen Hinweis darauf, dass ein Latinum ein besseres Studium für moderne Fremdsprachen ermöglicht, oder dazu führt, z.B. ein_e bessere_r Englischlehrer_in zu werden. Das Latinum wird im Studium in der Regel nicht genutzt. Von einer Fachwissenschaftlichen Vertiefung kann nicht die Rede sein. Zeit, die fürs Latinum aufgewendet wird, fehlt außerdem für die Fachdidaktik und die Bildungswissenschaften.

Nachdem es Proteste in Paderborn, Bochum und Münster gibt, wollen wir mit einer Postkartenkampagne ähnliches in Köln anregen.Unterschreibt sie und schickt sie direkt ab, gebt sie uns zurück, damit wir sie abschicken oder verteilt sie selber und sorgt dafür, dass möglichst viele im Schulministerium ankommen.

Inhalt der Postkarte

Sehr geehrte Frau Löhrmann,

die Lehramtsausbildung in NRW soll modernisiert werden, unter anderem um mehr Chancengleichheit zu schaffen. Dies ist sehr begrüßenswert. Eine der Bildungsbarrieren ist aber weiterhin die Latinumspflicht für Lehramtsstudierende. Diese Barriere müsste nicht sein.

Anders als Studienfächer, in denen mit lateinischen Primärquellen gearbeitet wird, benötigt man das Latinum im Lehramtsstudium nur zum Selbstzweck. In den meisten Fächern wird sich nicht auf das Latinum bezogen, Studieninhalte werden durch das Latinum nicht erkennbar besser gelernt.

Gleichzeitig stellt die Latinumspflicht eine große Chancenungleichheit dar. Studierende, die kein Latein in der Schule hatten, werden benachteiligt. Dies trifft zum Beispiel viele Studierende, die eine Gesamtschule besucht haben. Durch den hohen Lernaufwand in Latein werden andere für das Lehramt unschätzbar wichtigere Studieninhalte vernachlässigt oder die Studienzeit verlängert sich. Gerade für BAföG-Empfänger_innen stellt die Überschreitung der „Regelstudienzeit“ ein Problem dar: Die Förderdauer wird nicht verlängert.

Daher fordere ich die Abschaffung der Latinumspflicht für Lehramtsstudierende der modernen Fremdsprachen sowie die genaue Prüfung, in welchen anderen Unterrichtsfächern das Latinum tatsächlich genutzt wird und vertretbar sein könnte.

Mit freundlichen Grüßen,

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