Liebe Student*innen
Was wählen?
Wer sind wir?
Emanzipation & Uni der Vielfalt
Aktiv gegen Rechts
Soziale Uni & bessere Studienbedingungen
Ökologie, Infrastruktur & kritischer Konsum
Autonomie der Wissenschaft
Hochschuldemokratie & Hochschulpolitik
Kritische Wissenschaft

Liebe Student*innen,

Ihr fühlt euch im Uni-Alltag anonymisiert und auf eine bloße Matrikelnummer reduziert? Euch fällt es schwer, alles unter einen Hut zu bekommen? Ihr habt mal wieder keinen Seminarplatz bekommen? Und warum läuft das BAföG so schnell ab? Statt um Inhalte geht es nur noch um credit points und physische Anwesenheit?
Doch ihr seid mehr als nur passives Humankapital! Geht wählen, wenn ihr die Uni aktiv mitgestalten möchtet!
Wir möchten uns mit diesen und anderen Themen auseinandersetzen, sowohl im Studierendenparlament (StuPa), als auch im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Studienbedingungen sollen verbessert, die Hochschule ökologischer und nachhaltiger gestaltet sowie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit bekämpft werden.
Für eine bunte, soziale und vielfältige Uni, in der ihr euch wohlfühlen könnt!

Was wählen?

campus:grün kandidiert wieder für das Studierendenparlament! Wir sind beteiligt an bzw. unterstützen:
  • Gleichstellungskommission: „Profeministische Männer*liste – Die Lila Pudel“
  • Fakultätsvertretung & Engere Fakultät WiSo: Bündnis kritische Wirtschafts– und Sozialwissenschaftler*innen und HSG-Sowi“
  • Fakultätsvertretung & Engere Fakultät HumF: „Liste der Vollversammlung und Fachschaften“
  • Senat: campus:grün, HSG Sowi & Friends – Links-Grüne Liste

Wer sind wir? 

campus:grün Köln ist eine parteiunabhängige Hochschulgruppe an der Uni Köln. Wir engagieren uns aktiv für eine ökologische und soziale Hochschule. Dabei haben wir den Anspruch, möglichst gendergerecht und basisdemokratisch zu arbeiten – alle dürfen sich auf ihre Weise und ohne Hierarchien einbringen und haben Mitspracherecht.
Wir treffen uns jeden Dienstag um 19.30 Uhr im Raum C über der Studiobühne.

Emanzipation & Uni der Vielfalt

Wir wünschen uns eine Umgebung, in der sich alle individuell und nach ihren unterschiedlichen Bedürfnissen entfalten können, ohne z.B. aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, (Nicht-)Glaubensüberzeugung oder (vermeintlichen) Herkunft diskriminiert zu werden. Das universitäre Leben spielt sich innerhalb des sexistischen Normalzustands ab, sodass als weiblich gelesene Personen in unserer patriarchalen Gesellschaft strukturell benachteiligt werden. Von einer Überwindung der Geschlechtsstereotypen würden alle profitieren.
 
Unsere Forderungen
  • Stärkung der Gleichstellungsbeauftragten
  • Dauerhafte Etablierung von Gender-, Queer- und Diversity-Lehrangeboten in allen Studiengängen
  • Weibliche* Besetzung der Gleichstellungskommission, Quotierung universitärer und studentischer Gremien 
  • Für die konsequente Umsetzung von UnisexToiletten
  • Wickeltische und kostenlose Hygieneartikel (Tampons,…) auf allen Toiletten
  • Stärkung der autonomen Referate: z.B. AF*L*R, Studieren ohne Schranken (SoS), …
  • Für Student*innen zugängliche Eltern-Kind-Räume 

Aktiv gegen Rechts

Versatzstücke rassistischer und neofaschistischer Ideologien treten in vielerlei Formen auf und sind auch in der Mitte der Gesellschaft, sowie in den Universitäten verankert. Mit einer faschistischen Partei im Bundestag sowie dem aggressiven Auftreten neurechter Bewegungen zeigt sich ein diskursverschiebender gesellschaftlicher Rechtsruck. Damit wird der Nährboden für Gewalt gegen marginalisierte Gruppen,wie z.B. Geflüchtete bereitetDies zeigte sich in Chemnitz auf den Straßen, aber auch juristisch in der Verschärfung der Asylgesetzgebung und des geplanten Polizeigesetztes wie auch dem Versuch, antifaschistisches Engagement zu delegitimieren und illegalisierenAuch an der Uni werden Student*innen tagtäglich damit konfrontiert!
 
Unsere Forderungen 
  • Konsequente Ahndung rassistischer, antisemitischer, sexistischer, homo-  und trans*feindlicher Äußerungen/Handlungen von Dozent*innen 
  • Burschenschaften aus dem Verzeichnis der Hochschulgruppen streichen 
  • Stärkung des Antifa AK
  • Für den Erhalt von Freiräumen, aus denen antifaschistische Proteste und Agitationen heraus organisiert werden
  • Unterstützung antirassistischer Initiativen, z.B. „Keupstraße ist überall”, „Köln gegen Rechts“
  • Mobilisierung und Aufklärung gegen Rechts
  • Kein Raum für rassistische und andere menschenverachtende Veranstaltungen an der Uni

Soziale Uni & bessere Studienbedingungen

Viele strukturelle Missstände erschweren das Studium unnötig. Der Zugang zur Uni wird Menschen durch klassistische Selektion erschwert oder sogar verhindert. Der Unialltag ist geprägt von Leistungs- und Konkurrenzdruck sowie finanzieller Unsicherheit. Diese gehen oft mit psychischen Belastungen einher. Das geplante Hochschulgesetz mit z.B. Anwesenheitspflichten und Studienverlaufsvereinbarungen bedroht die studentische Selbstbestimmung immensZudem sind in den nächsten Jahren an der Universität massive Kürzungen geplant. Hier darf es keine Kürzungen in Forschung, Lehre und Personal geben! 
 
Unsere Forderungen
  • Verhinderung der Einführung jedweder Studiengebühren
  •  Keine Wiedereinführung von Anwesenheitspflichten
  • Hochschulzugang für Geflüchtete vereinfachen
  • Mehr studentischer Wohnraum in Köln – Ausbau von Wohnheimplätzen
  • Leistungs-, elternunabhängiges und existenzsicherndes BAföG ohne Altersbegrenzung
  • Ausbau von Lernräumen, Verbesserung der Ausstattung und Schaffung von Rückzugsorten
  • Barrierefreie Universität (z.B. Sensibilisierung aller Hochschulangehörigen, barrierefreie Homepages)
  • Masterplätze für alle Bachelor-Absolvent*innen
  • Prüfungsrestriktionen (z.B. 3-Versuchsregelung) abschaffen
  • Auslaufordnungen, Zwangsexmatrikulation und „Regel“studienzeit abschaffen
  • Ausbau der Möglichkeiten zum digitalen Studieren
  • Anerkennung von allen (Hoch-)Schulabschlüssen aus anderen Ländern
  • Das Studium grundlegend reformieren! Studium um des Studienwillens und nicht um Teil der kapitalistischen Verwertungsmaschinerie zu sein

Ökologie, Infrastruktur & kritischer Konsum

Als Bildungsstätte zukünftiger Generationen und Ort des täglichen Konsums trägt die Universität im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung. Unser Anliegen ist es, unsere Alltagskonsumgewohnheiten kritisch zu hinterfragen und über faire und ressourcenschonende Alternativen aufzuklären, wie z.B im Rahmen der von uns organisierten Aktionswoche plan*t. Desweiteren setzen wir uns für die Weiterführung der von uns im AStA eingeführten Einrichtungen wie z.B. das Nähcafé, die Fahrradwerkstatt und den Campusgarten ein. Aus aktuellem Anlass engagierten wir uns dieses Jahr insbesondere für den Erhalt des Hambacher Forsts und gegen den Kohleabbau im Rheinland. Dafür gingen wir gemeinsam auf die Straße und in den Wald.
 
Unsere Forderungen
  • Hambi bleibt! Kohleausstieg jetzt!
  • Gegen Pappbecher & Co. – Für eine clevere Pfandsystemlösung
  • Lebensmittelverschwendung vermindern (z.B. Kooperation mit Foodsharing etablieren)
  • Veganes und vegetarisches Essensangebot vor allem in den Abendstunden erweitern
  • Bereitstellung eines Raums für eine KüfA (Küche für Alle)
  • Für die einfachere Nutzung von Mehrwegflaschen durch die Einführung von Wasserspendern auf dem Campus. 
  • Verwendung regionaler, fair gehandelter und biozertifizierter Produkte an der Uni
  • Alternativen zu den Produkten von Unternehmen, die Menschen und Natur ausbeuten, wie z.B. Nestlé, Coca-Cola oder Müller
  • Verbesserung der Verkehrssituation für Fahrradfahrer*innen auf dem Campus und in der Stadt (z.B. Unterstützung von Intitiativen wie agora und #RingFrei-Bündnis)
  • Ausbau des Semesterticketangebotes (z.B. Wiedereinführung der ganztägigen Fahrradmitnahme, Taktverdichtung auf den Zubringerlinien zur Universität)
  • Umweltpapier in allen universitären Druckern und Kopierern
  • Unterstützung von Nachhaltigkeitsprojekten (z.B. „Green Office”)
  • Für mehr Grün- und Erholungsflächen auf dem Campus

Autonomie der Wissenschaft

„Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt auch die Musik.“ Dies gilt auch für die wissenschaftliche Landschaft Deutschlands. Daher ist die zunehmende und oft intransparente Drittmittelabhängigkeit der Forschenden von privaten Geldgeber*innen abzulehnen. Problematisch ist etwa das von privaten Unternehmen wie EON und RWE teilfinanzierte Energiewirtschaftliche Institut (EWI). Insbesondere gegen RWE haben in den letzten Wochen und Monaten hunderttausende Menschen auf den Straßen protestiert. Im Lichte dieser Ereignisse ist es nicht tolerierbar, dass RWE und weitere Energiekonzerne in Entscheidungsprozessen an unserer Uni mitwirkt. Darüber hinaus weigert sich die Uni beharrlich, den Kooperationsvertrag zwischen Bayer und der Uniklinik offenzulegen.

Unsere Forderungen

  • Vollständige öffentliche Ausfinanzierung der Hochschulen und Fachbereiche statt Förderung von potenziell profitablen Einzelprojekten: z.B. die Business School 
  • Mangelfinanzierung beenden und geplante Kürzungen verhindern
  • Offenlegung und kritische Überprüfung aller Kooperationsverträge
  • Verbot von Kriegs- und Rüstungsforschung an der Uni (Zivilklausel erhalten und umsetzen)
  • Freie Veröffentlichung universitärer Forschung (Open Access)
  • Verbot kommerzieller Werbung an der Uni

Hochschuldemokratie & Hochschulpolitik

Trotz der Errungenschaften auf Landesebene wie z.B. Gebührenfreiheit, Demokratisierung und Abschaffung der Anwesenheitspflicht hat eine Demokratisierung an der Uni Köln kaum stattgefunden. Widerrechtliche Anwesenheitspflichten sind weiterhin ein Problem. Mit dem geplanten Hochschulgesetz der Landesregierung sollen bisherige Errungenschaften abgeschafft werden. Anstatt die Hochschulen auszufinanzieren, wurden sie in den Exzellenzinitiativen zu einem bundesweiten Konkurrenzkampf angestachelt, bei dem die Meisten leer ausgingen. Die Umverteilung zu einzelnen Leuchtturmprojekten in der Forschung geht auf Kosten der Grundfinanzierung und Lehre. Gleichzeitig führt dies dazu, dass einzelne Fachbereiche gegeneinander ausgespielt werden.

Unsere Forderungen

  • Abschaffung des undemokratischen Hochschulrats
  • Exzellenzinitiative/-strategie abschaffen
  • Neubildung von Fachschaften ermöglichen – JA zur Sowi-Fachschaft 
  •  Viertelparität: Gleicher Anteil Studierender, Professor*innen, nicht- und wissenschaftlicher Mitarbeiter*innen in Gremien
  • Interessenvertretung für Kölner Studierende auch bundesweit: Wiedereintritt in den fzs (freier zusammenschluss von student*innenschaften)

Kritische Wissenschaft

Aktuell scheint Employability gefragter als Bildung im Sinne der kritischen Durchdringung von Zusammenhängen, Verwertbarkeit geht vor Erkenntnisgewinn. Die Dominanz der Verwertungslogik in der Wissenschaft zeigt sich bereits im Sprachgebrauch: aus Bildung werden Kompetenzen, aus Student*innen Kund*innen. Wissenschaft sollte erkenntnisgetriebener Eigendynamik folgen, statt sich externen Partikularinteressen zu unterwerfen. Die Uni braucht inhaltliche und method(olog)ische Pluralisierung in Lehrveranstaltungen, weil Wissenschaft niemals wertfrei sein kann.
 
Unsere Forderungen
  • Studium Integrale ausbauen und in jeden Studiengang integrieren!
  • Mehr Zeit für selbstgewählte Inhalte 
  • Alternativmethoden anstelle von „Tierverbrauch“ https://www.studis-online.de/Studienfuehrer/tierversuche-im-studium.php
  • Einführung eines Nachhaltigkeitstages („Dies oecologicus“) – Möglichkeit der Beschäftigung mit Nachhaltigkeitsthemen in allen Studiengängen z.B. https://bne-uhh.de/dies-oecologicus/konzept-dies-oecologicus/ 
  • Ein Nebeneinander von quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden
  • Etablierung eines Studienreformtags („Dies Academicus“) z.B. 2013 in Köln 
  • Einflussnahme von Religionsgemeinschaften auf Berufungskommissionen und Studienordnungen unterbinden
  • kritische Auseinandersetzungen mit diskriminierenden Thesen von Klasserikern (Beispiel: Kants Werke)