Termin Details


Im Zuge der Veranstaltungsreihe „So, wie es ist, bleibt es nicht. Veranstaltungsreihe zu Krise und Kapitalismus“

Organisiert von: AKKU, Antifa AK und Interventionistische Linke

Referentin: Anna Dohm (Berlin), aktiv in der Interventionistischen Linken (IL)

Ankündigung der Veranstaltungsreihe

asdWährend die Hintergründe und produktionsbedingten Wirkmechanismen der Krise einen breiten Eingang in innerlinke und gesellschaftliche Debatten erhielt, blieben geschlechtsspezifische Krisendynamiken und deren subjektive Folgen bisher weitestgehend unsichtbar. Doch wir befinden uns nicht nur in einer Produktionskrise, eine Reduzierung auf Lohnarbeitsverhältnisse wäre daher zu kurz gegriffen.
In Anbetracht der Vielschichtigkeit der Auswirkungen der kapitalistischen Krise muss die Unterteilung des Öffentlichen und Privaten überwunden werden, um eine allumfassende Sichtweise auf die Re- und Produktionskrise deutlich zu machen. Ein spezifischer Blick auf Frauen* und die Care-Arbeit in der Krise birgt jedoch die Gefahr, diese Bereiche in der allgemeinen Debatte um die Krise zu isolieren. Um jedoch einen radikalen Standpunkt in einer Krisen- und Kapitalismusanalyse entwickeln zu können, gilt es, entlohnte und unentlohnte Reproduktionsarbeit und deren subjektive und geschlechtsunterschiedlichen Auswirkungen in den Fokus zu rücken, um letztlich Handlungsstrategien zu entwickeln. Wie eine gesellschaftliche Selbstorganisierung von Arbeits- und Lebensbedingungen in Zeiten der Krise aussehen kann, soll anhand internationaler aktueller Kämpfe, die nationale Grenzen der Organisierung zu überwinden versuchen, vorgestellt und diskutiert und diese auf ihre lokale Anwendbarkeit überprüft werden.

Ankündigung der Veranstaltungsreihe

Krise, Austerität und Konkurrenz bis in alle Ewigkeit. Das Ende der Geschichte? Wohl kaum. Aktuelle soziale Kämpfe in Europa bieten eine Chance, den als unhinterfragbar gepriesenen Kapitalismus auf breiterer Basis zu delegetimieren und andere, progressive sowie antiautoritäre Lebensformen anzusprechen. Sie birgt aber auch die Gefahr nationalistischer und rassistischer Eskalation. Deshalb braucht es eine Linke, die in soziale Bewegungen interveniert oder selbst welche anzettelt. Dazu müssen Widersprüche und Konfliktlinien im Kapitalismus überhaupt erst benannt und, wenn nötig, aus ihrer Unsichtbarkeit geholt werden.

Im Rahmen der regionalen Mobilisierung zu den Aktionstagen “Blockupy Frankfurt” am 31.05 und 01.06.2013 organisieren daher die Antifa Koordination Köln und Umland, die Interventionistische Linke Köln und der Antifa AK Köln, eine Veranstaltungsreihe in Köln. Hierbei sollen verschiedene Ausdrücke und Aspekte der kapitalistischen Krise beleuchtet und kritisch diskutiert werden.

Nachtrag: Ein Mitschnitt der Veranstaltung ist hier abrufbar https://archive.org/details/KriseUndReproduktion