• Demo: Wir fordern die Nacht zurück

    Fr, 23. November 2012 •  • 0 Kommentare

    So heißt die Parole – in Anlehnung an die Protestmärsche, die seit 1976 weltweit von Frauen durchgeführt werden. Der erste Marsch in Deutschland fand 1977 statt. Frauen und Mädchen ziehen zur Abend- oder Nachtzeit laut und bunt durch die Straßen und fordern das Recht, sich in ihrer Stadt am Tag und in der Nacht frei bewegen zu können, ohne Angst haben zu müssen, sexuell belästigt oder vergewaltigt zu werden.

    Am 24. November um 18 Uhr Uhr findet der diesjährige Frauenprotestmarsch in Köln statt.

    Zugweg: Marzellenstraße – Unter Fettenhennen – Wallrafplatz – An der Rechtschule – Richartzstraße – Ludwigstraße – Brückenstraße – Glockengasse – Krebsgasse – Am Alten Posthof – Richmodstraße – Breite Straße – Ehrenstraße – Ringe

    Abschlussveranstaltung gegen 19.30 Uhr am Zülpicher Platz.
    * Männer sind herzlich eingeladen, zur Abschlussveranstaltung dazu zu kommen.

    Alle Teilnehmerinnen bitte beachten:

    • Wir wollen den Marsch ohne Männer machen; Unterstützer können gerne zur Abschlusskundgebung (ab 20 Uhr am Zülpicher Platz) dazukommen. Begründung: als Frauen und Mädchen gemeinsam für ein bestimmtes Ziel zu marschieren ist ein starkes Symbol dafür, dass Frauen und Mädchen sich ohne Angst und ohne männlichen Schutz bewegen können. Hier wird auf positive Art Stärke vermittelt. Nicht alle, aber die meisten Täter, die sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen ausüben, sind Männer. Es nehmen sicherlich auch Frauen und Mädchen an diesem Marsch teil, die selbst Missbrauch, Vergewaltigung oder andere Formen von Gewalt durch Männer erlebt haben. Für sie könnte die Teilnahme von Männern einschüchternd, Erinnerungen auslösend oder beängstigend sein. Es ist uns als Veranstalterinnen sehr wichtig, dass dieser Marsch für möglichst viele Frauen und Mädchen so sicher und stärkend wie möglich sein kann. Wir wissen, dass es viele Männer gibt, denen Frauenrechte ebenfalls wichtig sind. Auch Männer profitieren davon, wenn in einer Gesellschaft starre und hierarchische Geschlechterrollen aufgebrochen werden. Diese Art von Gesellschaft ist unser gemeinsames Ziel. Als Frauen brauchen wir aber auch unsere sicheren und unterstützenden Räume, in denen wir uns für unsere Rechte engagieren können. Kampagnen und Aktionen, die nur von Frauen ausgehen und durchgeführt werden, leisten einen wichtigen Beitrag zu dem gemeinsamen Bemühen für eine gerechtere Welt.
    • Es wird einen zentralen Flyer der Veranstalterinnen und der Unterstützerinnen, die im Vorfeld aktiv dabei waren, geben. Darauf werden u.a. die Hintergründe des 25.11. und des Protestmarsches erklärt und es gibt gemeinsame Forderungen zum Thema. Im Hinblick auf die Außenwirkung bzw. darauf, dass unser Anliegen von PassantInnen, ZuschauerInnen etc. verstanden wird, wäre es sehr wünschenswert, dass kein weiteres Infomaterial verteilt wird bzw. sich dieses in Grenzen – und vor allem ans Thema – hält.
    • Unser gemeinsames Thema ist: „Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen“. Plakate/ Transparente etc. sollen einen Bezug dazu haben; bitte keine reine Selbstdarstellung von einzelnen Gruppen (natürlich kann unter den jeweiligen Slogans der Name der Gruppe stehen, die das Plakat trägt), keine Parteienwerbung, keine anderen Themen – im Interesse der Außenwirkung bitte keine „Verwirrung“!
    • Plakate/ Transparente etc. gerne auch in anderen Sprachen – für die Außenwirkung und das bessere Verständnis der Anliegen bitte immer die deutsche Übersetzung mit dabei.

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