Antisemitismus heute, oder: Die unheimliche Popularität der „Israelkritik“


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Wir möchten euch auf eine Veranstaltung des AStA der Universität zu Köln hinweisen zum Thema:

Antisemitismus heute, oder: Die unheimliche Popularität der „Israelkritik“
Vortrag von Alex Feuerherdt

38,4 Prozent der Deutschen vertreten einer Umfrage zufolge die Ansicht: „Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat.“ 39,5 Prozent glauben: „Viele Juden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches heute ihren Vorteil zu ziehen.“ Und gar 57,3 Prozent meinen: „Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser.“ In deutschen Schulbüchern für das Unterrichtsfach Geschichte finden sich Sätze wie: „Israel stellt tagtäglich seine Überlegenheit als Besatzungsmacht demonstrativ zur Schau, indem es palästinensische Häuser zerstört, palästinensischen Grund und Boden beschlagnahmt, die Palästinenser demütigt und ihnen unmenschliches Leid zufügt.“ Sowohl die NPD als auch die Grünen reichen parlamentarische Anträge ein, in denen nahezu wortgleich eine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus den israelischen Siedlungen gefordert wird; andere wollen sogar einen Warenboykott. Die weitaus meisten westlichen Politiker betrachten nicht etwa das iranische Atomprogramm oder Terrororganisationen wie die Hamas und die Hisbollah, sondern die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten als „Haupthindernis für den Frieden im Nahen Osten“ und sind hellauf empört, wenn ihnen die Frage gestellt wird, warum Juden in einem prospektiven palästinensischen Staat eigentlich nicht leben dürfen sollen.

Wie kommt es, dass Israel immer wieder dämonisiert und ihm de facto das Recht abgesprochen wird, sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen? Warum wird diesen Feinden so viel Verständnis gezollt oder gar Sympathie entgegen gebracht? Weshalb ist die sogenannte Israelkritik vor allem hierzulande so ungeheuer populär, und was treibt sie an – in der Politik, in den Medien, in der Bevölkerung?

Alex Feuerherdt ist freier Autor und lebt in Köln. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zu den Themen Antisemitismus und Nahost, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, Konkret, den Tagesspiegel und die Jungle World.

Mittwoch, 29.01.2014, 19:30 Uhr
Probebühne der Studiobühne, Universitätsstr. 16. 50937 Köln
Veranstalter: AStA der Uni Köln

 

2 Kommentare

  1. Israel: die einzige Demokratie im Nahen-Osten.
    In denen palästinensische Kinder inhaftiert sind.
    Der Gaza Streifen ist das größte Freiluftgefängnis der Welt.
    Die Palästinenser zahlen den dreifachen Preis für ihr Trinkwasser als die Israelis.
    Wer Israels Politik kritisiert, ist ein Antisemit.

  2. Wenn du etwas sinnvolles beizutragen hast, steht dir die Pinnwand natürlich zur Verfügung. Aber auch sinnfreie Kommentare dürfen gepostet werden.

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